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Die drei Sprachen in Südtirol

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In Südtirol gibt es drei verschiedene Muttersprachen. In den unterschiedlichen Orten Südtirols wird auch unterschiedlich gesprochen und das macht die kleine Provinz im nördlichen Teil von Italien auch so besonders.


Wie wird in Südtirol gesprochen?

In Südtirol gibt es insgesamt drei Muttersprachen und zwar die deutsche, die italienische und die ladinische. Dabei fällt ein Großteil der Bevölkerung in die erste Gruppe.

69,4 Prozent der Bevölkerung gehört der deutschsprachigen Gruppe, 26 Prozent der italienischen und 4,5 Prozent der ladinischen Sprachgruppe an.

Zusätzlich leben in Südtirol 46.000 Ausländer, von welchen ungefähr 31.000 aus EU-Staaten kommen.

Das Besondere ist das Zusammenleben dieser drei großen Sprachgruppen auf relativ engem Raum. Dieses Zusammenleben war nicht immer so friedlich wie heute, darüber aber später mehr.

Die deutsche Sprachgruppe

Die deutsche Sprachgruppe ist wie bereits erwähnt die Größte in Südtirol. Die deutsche Sprache geht auf die germanische, bairischen und alemannischen Stämme zurück die zur Zeit der Völkerwanderung das heutige Südtirol durchquert haben.

An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass in Südtirol kein Hochdeutsch gesprochen wird, sondern vielmehr der Südtiroler Dialekt.

Dieser Dialekt ist von Tal zu Tal sehr verschieden und variiert somit sehr stark. Aus diesem Grund ist er auch nicht so einfach zu verstehen. Zu den bekanntesten deutschen Dialekten in Südtirol zählen:

Diese Dialekte sind sehr unterschiedlich und es kommt häufig vor, dass sich selbst deutschsprachige Südtiroler untereinander nicht verstehen.

Insgesamt über 40 Dialekte, welche der südbairischen Mundart angehören, kann man in Südtirol hören.

Der Südtiroler Dialekt ist ein äußerst starkes Symbol der Identität. Vor allem auf den abgelegenene Höfen kann man den urigen Dialekt hören.

Die italienische Sprachgruppe

Ungefähr 26 Prozent der Bevölkerung sind italienischssprachig. Somit ist Italienisch die zweitgrößte Sprachgruppe Südtirols.

Aber warum sind eigentlich so viele Italiener in Südtirol?

Wer im Geschichteunterricht aufgepasst hat, der weiß, dass Südtirol bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zu Tirol gehört hat.

1919 wurde das Land jedoch Italien zugesprochen und es kam während des Faschismus zur hartnäckigen "Italianisierung".

Was bedeuted Italianisierung? Folgende Änderungen hat es hierbei gegeben:

Mittlerweile ist die Italianisierung aufgehoben und Südtirol eine Autonomie. Die drei Sprachgruppen leben friedlich und glücklich miteinander.

Zusammenhalt der deutschen, italienischen und ladinischen Sprachgruppe

Die Nähe zum Trentino erklärt weshalb ein Großteil der italienischsprachigen Bevölkerung in Leifers, Bozen und Meran wohnt.

Interessant zu beobachten ist auch, dass während es zahlreiche deutsche Dialekte gibt ist Südtirol die einzige Provinz Italiens in der es keine italienischen Dialekte gibt.

Die ladinische Sprache

Das Ladinische zählt zu den rätroromanischen Sprachen und wird heute noch von ungefähr 31.000 Muttersprachlern gesprochen.

Die ladinische Sprache kommt noch in folgenden Ortschaften und Tälern vor:

Als Südtirol zu Italien kam wurde ladinisch nicht verboten, da es als eine Art italienischer Dialekt angesehen wurde.

Ladinisch wird heute noch in gewissen Schulen unterrichtet und es gibt zahlreiche Bücher und Zeitschriften die in dieser Sprache herausgegeben werden.

Kann man in Hotels, Restaurants, Bars usw. deutsch sprechen?

Wie spricht man im Restaurant in Südtirol?

Es stellt sich jetzt natürlich für einen Tourist die Frage welche Sprachen in den verschiedenen Einrichtungen wie Hotels, Bars, Restaurants und so weiter gesprochen wird.

Kann man hier also einfach in deutscher Sprache das Personal ansprechen?

Diese Frage lässt sich so nicht pauschal beantworten, zumal eben alle Sprachgruppen vertreten sind.

Es lässt sich aber im Groben sagen, dass die meisten Eigentümer von Hotels, Bars und Restaurants welche sich außerhalb von Leifers, Bozen und Meran befinden Deutsch sprechen.

Ganz anders sieht es in den gerade eben genannten Städten aus. Hier ist ein großer Teil der Eigentümer auch der italienischen Sprachgruppe zugehörig.

Sie brauchen sich hierbei aber keine Sorgen machen, da die meisten Eigentümer auch der englischen Sprache mächtig sind und somit wird die Kommunikation eben in dieser Sprache geführt.

Was ist in Südtirol die Amtssprache?

Diese Frage war zwischen der Italianisierung und bis kurz vor dem Autonomiestatut 1972 klar und zwar: Italienisch

Die 3 Sprachen in Südtirol

Andere Sprachen wurden eben nicht erlaubt und die einzig gültige war somit Italienisch.

Durch das bekannte Zweite Autonomiestatut hat sich das aber geändert.

Die deutsche wurde der italienischen Sprache gleichgestellt. Aus diesem Grund ist es auch so, dass Dokumente der öffentlichen Verwaltungen immer zweisprachig und in den ladinisch sprachigen Ortschaften sogar dreisprachig veröffentlicht werden müssen. Somit ist ladinisch die dritte Amtssprache.

Weitere Informationen zum Autonomiestatut entnehmen Sie aus der Webseite der autonomen Provinz Bozen.

Auch sehr wichtig in diesem Zusammenhang: Der Ethnische Proporz:

Eine gesetzliche Regelung, welche im Autonomiestatut verankert ist und besagt, dass bei der Vergabe von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst und bei der Vergabe von Sozialleistungen sowie Budgetmitteln der Landesverwaltung die sprachliche Situation im Land berücksichtigt werden muss.

Aus diesem Grund müssen sämtliche Bürger bei Inanspruchnahme von öffentlichen Sozialleistungen ihre Sprachgruppe erklären.

Sollte Sie das Thema Ethnischer Proporz interessieren, so empfehlen wir Ihnen dies online auf der Webseite der Autonomen Provinz Bozen zu machen.

In welcher Sprache wird in Südtirol unterrichtet?

In dieser Frage steckt viel Geschichte. Währen des Faschismus wurde der deutschsprachige Unterricht ja verboten.

Aus diesem Grund bildeten sich Katakombenschulen.

Dabei handelte es sich um illegale Einrichtungen, welche geschaffen wurde um den Schülern in Südtirol ihre Muttersprache (Deutsch) anzulernen. Kanonikus Gamper ruf dieses Schulen ins Leben, in denen ungefähr 30.000 Schülern versteckt unterrichtet wurden.

Die Katakombenschulen fanden heimlich in Bauernhöfen, Kellern und anderen versteckten Orten statt. Wer erwischt wurde, dem drohten Gefängnisstrafen oder in seltenen Fällen Verbannungen.

Weitere Informationen rund um das Thema Katakombenschulen finden Sie auf der Seite von Wikipedia.

Die heutige Sprachvermittlung in Südtirol

Heute sieht die Schulwelt in Südtirol ganz anders aus. Das Autonomiestatut und das damit verbundene Grundrecht der deutschen, italienischen und ladinischen Sprache hat hier alles ins Positive gedreht.

Für jede Sprachgruppe gibt es jetzt eigene Schulen und dazugehörige Schulämter.

Die Sprache in Südtirols Schulen

Die deutschsprachigen Südtiroler lernen als erste Fremdsprache Italienisch und umgekehrt. Als zweite Fremdsprache wird Englisch gelehrt.

Heute leben die drei Sprachgruppen also fast überall friedlich zusammen.

Warum sprechen die Südtiroler Italienisch?

Die eben genannten historischen Ereignisse haben dazu geführt, dass jeder Südtiroler Italienisch in der Schule lernt.

Die Bereitschaft Italienisch zu lernen hat sich durch die Einführung der Autonomiestatute innerhalb der deutschen Bevölkerung Südtirols stark gesteigert.

Auch die Bereitschaft der italienischsprachigen Südtiroler die deutsche Sprache zu erlernen ist stark gestiegen.

Können also alle Südtiroler italienisch sprechen?

Auch bei dieser Frage gibt es keine pauschale Antwort. Die wichtigsten Begriffe der italienischen Sprache werden den meisten deutschsprachigen Südtiroler schon etwas sagen.

Je nach Alter und Wohnort sprechen die Südtiroler unterschiedlich gut Italienisch.

Generell kann man sagen, dass die Personen, die aus dem südlichen Teil des Landes und aus Leifers, Bozen und Meran kommen besser Italienisch sprechen. Das hat damit zu tun, dass die meisten italienischsprachigen Südtiroler im Süden wohnen und somit dort am meisten Kontakt mit der deutschsprachigen Bevölkerung besteht.

Die Bevölkerung in den Tälern, welche abgeschieden wohnen, haben ehr weniger Kontakt mit der italienischen Sprache und aus diesem Grund spricht die Bevölkerung dort tendenziell schlechter Italienisch.

Welche Nationalität haben also die Südtiroler?

Die Südtiroler sind italienische Staatsbürger mit besonderen Rechten zur Ausübung der deutschen Sprache.

Die Autonomie sichert diese Sonderrechte, besonderer Höhepunkt dieser Autonomiebestrebungen war die Feuernacht.

Es wurden hierbei mehrere Strommasten gesprengt. Ziel war es die Welt auf das "Südtirolproblem" aufmerksam zu machen, dass die italienische Bevölkerung gegenüber der deutschsprachigen noch bevorzugt wurde.

Unter der bekannten Neunzehnerkommission wurde eine Erweiterung der Südtiroler Autonomie ausgearbeitet, welche allen Sprachgruppen dieselben Rechte einräumte.

Wie sagt man in Südtirol Hallo?

Der Dialekt in Südtirol ist einmalig!

An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass sich die Sprache in einem ständigen Wandel befindet. Der Einfluss von modernen englischen Sprachbegriffen führt dazu, dass sich der Dialekt fortlaufend ändert. Es wird Ihnen also schwer fallen alles was ein Südtiroler sagt zu verstehen. Umgekehrt sieht das aber anders aus, die deutschsprachigen Südtiroler verstehen Hochdeutsch.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Südtiroler Dialekt einmalig ist und nur ein Urlaub dort und richtige Gespräche mit den Südtirolern es erlaubt in diese besondere Kultur Europas einzutauchen.

Weitere Wörter im Südtiroler Dialekt

In den nachfolgenden Zeilen möchten wir Ihnen zeigen, wie sich der Südtiroler Dialekt anhört und haben noch weitere Beispiele für Sie vorbereitet:

Was ist jetzt der älteste deutsche Dialekt in Südtirol?

Wie bereits erwähnt gibt es mehr als 40 deutsche Dialekte in Südtirol. Natürlich kommen hier auch Lehnwörter aus dem Italienischen sowie dem Ladinischen hinzu.

Als der älteste Dialekt gilt das Töldrarische, welcher heute noch im Südtiroler Ahrtal gesprochen wird. Dieser deutsche Dialekt gerät jedoch immer mehr in Vergessenheit und auch für manche Südtiroler mag dieser wie eine Fremdsprache klingen.

Aus diesem Grund versuchen die Einheimischen diese alten Sprachen zu sammeln, sodass die alten Wörter und die Tradition etwas erhalten bleibt.

So wurden beispielsweise in den verschiedenen Naturparkhäuser Südtirols, in denen es zwar primär um die Flora und Fauna innerhalb des Naturparks geht, auch zahlreiche Interviews mit den älteren Einheimischen geführt und aufgezeichnet.

Diese Gespräche können über Kopfhörer in den Naturparkhäusern angehört werden. So soll das Aussterben der Südtiroler Dialekte verhindert werden.

Fühlen sich Südtirol als Italiener oder als Deutsche?

Auch wenn Südtirol eine Provinz Italiens ist kann man nicht einheitlich sagen, dass sich alle Südtiroler als Italiener fühlen.

Das hat natürlich viel mit der Zwangsangliederung der Alpenregion an Italien zu tun.

Diese Annexion Südtirols an Italien widersprach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker, was von den Siegermächten selbst nach dem Ersten Weltkrieg ausgerufen wurde.

Südtiroler haben bis zum Zweiten Autonomiestatut immer wieder Anschläge für deren Freiheit und Selbstbestimmung geführt. Es war vor allem die Hilfe Österreichs, welche den UN-Sicherheitsrat einschaltete, die die Unabhängigkeit Südtirols gesichert hat.

Die Südtiroler haben einen besonderen Heimatbezug, das sieht man vor allem bei den Südtiroler Schützen. Einzig in Bozen ist der Anteil an Italienern mit 65 Prozent höher als der der Deutschen.

Vor allem aber sind es italienische Politker welche die Autonomie Südtirols angreifen und diese immer wieder in Frage stellen.

Auch wenn ein großer Teil der Bevölkerung Südtirols pro Italien ist gibt es auch zahlreiche Menschen, welche einen Freistaat Südtirol fordern.

Die Frage ob sich die Südtiroler als Deutsche fühlen kann hingegen mit einem klaren Nein beantwortet werden. In Südtirol wird zwar deutsch gesprochen, aber Südtirol hat keine gemeinsame Geschichte mit Deutschland.

Wir beherrschen alle Sprachen Südtirols, außer das Ladinische

Nun kurz noch Werbung in eigener Sache. Sind Sie noch auf der Suche nach einer Unterkunft für Ihren nächsten Urlaub in Südtirol?

Wenn ja, dann sind Sie bei uns genau richtig. Bei uns müssen Sie sich keine Sorgen machen, ob Ihr Gastgeber der deutschen Sprache mächtig ist.

Wir sprechen Ihre Sprache und würden uns freuen Sie als nächsten Gast bei uns im Sonnhof begrüßen zu dürfen.


Gastgeberin Christine

Ihre Gastgeberin: Maria Christine

"Für unsere Gäste wünschen wir uns einen Urlaub in und mit der Natur, einen Urlaub der entspannend und erholsam ist, einen Urlaub der hilft neue Kräfte zu tanken."

Wir sprechen: Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch



Häufig gestellte Fragen zur Unterkunft

Gibt es einen Parkplatz?

Für jedes Zimmer ist ein kostenloser Parkplatz und für jede Ferienwohnung zwei kostenlose Parkplätze vorgesehen. Sofern notwendig können Sie somit auch mit zwei Autos anreisen.


Was sind die Check-in und Check-out Zeiten?

Der Check-in in unserer Unterkunft ist ab 15:30 Uhr und der Check-out bis 10:00 Uhr möglich. Ein Early-Check-in und Late-Check-out ist auf Anfrage und je nach Verfügbarkeit möglich (mit Aufpreis).


Sind Hunde erlaubt?

Sie können Ihren Hund gerne mitbringen. Jedoch ersuchen wir Sie uns dies bereits vor Ankunft mitzuteilen. Wir bitten Sie für Ihren Hund einen eigenen Fressnapf sowie eine Decke mitzubringen. Für den zusätzlichen Reinigungsaufwand sind bei Abreise 30 € zu bezahlen.


Hat meine Ferienwohnung bzw. mein Zimmer einen Balkon?

Ja, es gibt bei uns Optionen mit Balkon. Alle Zimmer verfügen über einen Balkon (südseitig). Die Ferienwohnung Silvia verfügt über einen Balkon, die Ferienwohnung Marco über zwei Balkone.


Gibt es in der Unterkunft Frühstück?

Ja, Frühstück kann optional dazugebucht werden. Reichhaltig, frisch und gesund - so würden wir unser Frühstück beschreiben. Eine große Auswahl an Obst, frisch gepressten Säften, leckeren Süßspeisen, Südtiroler Käse und Speck erwartet Sie. Aufpreis 16 € pro Person und Tag.


Liegt die Unterkunft zentrumsnahe?

Der Sonnhof liegt nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt. Alle Sehenswürdigkeiten unseres Dorfes sind von der Unterkunft aus und ohne Auto erreichbar.


Gibt es einen Wellnessbereich?

Ja, wir verfügen über einen Wellnessbereich mit finnischer Sauna, Ruheraum und zahlreichen Kneippmöglichkeiten.